Pressemeldung der Kreisbrand-Inspektion Schwandorf:
Eine örtlich eng begrenzte, aber teils sehr heftige Unwetterzelle hat am Donnerstagabend, 20. August 2026, insbesondere den südlichen und östlichen Bereich des Landkreises Schwandorf getroffen. Die deutlichsten Unwetterschwerpunkte lagen in Steinberg am See und Schwarzhofen. Weitere Einsatzstellen befanden sich unter anderem im Raum Teublitz sowie in mehreren anderen Städten und Gemeinden des Landkreises. Für den Zeitraum zwischen 17.15 Uhr und 20.30 Uhr weist die zentrale Einsatzübersicht insgesamt 37 technische Hilfeleistungen aus. Besonders konzentriert war das Einsatzgeschehen in der Anfangsphase. Zusätzliche Einsatzstellen, die unmittelbar bei den örtlichen Feuerwehren gemeldet und durch die Einheiten eigenständig abgearbeitet wurden, sind in dieser Zahl nicht enthalten. Die tatsächliche Zahl der Hilfeleistungen lag somit noch höher. Den größten Anteil unter den zentral erfassten Einsätzen bildeten 24 Hilfeleistungen im Zusammenhang mit umgestürzten oder beschädigten Bäumen. Bäume und größere Äste blockierten Straßen, stürzten auf Fahrzeuge oder Gebäude und mussten durch die örtlichen Feuerwehren beseitigt werden. Hinzu kamen fünf Einsätze zur Sicherung beschädigter Gebäude, drei Einsätze aufgrund überfluteter Straßen oder eingedrungenen Wassers, zwei Einsätze zur Reinigung von Fahrbahnen sowie eine wetterbedingte Verkehrsabsicherung. Besonders stark betroffen war Steinberg am See. Allein dort verzeichnet die Einsatzübersicht zahlreiche unwetterbedingte Einsatzstellen. In vier Fällen mussten beschädigte Gebäude gesichert werden. Unter anderem waren Dachziegel und Dachfenster durch Hagel, Sturm oder umstürzende Bäume beschädigt worden. Teilweise drang bereits Wasser in die Gebäude ein. Bei zwei weiteren Einsätzen mussten umgestürzte beziehungsweise beschädigte Bäume beseitigt werden, darunter auch mehrere Bäume auf einer Verbindungsstraße. Hinzu kamen weitere Schadensstellen, die direkt bei der Feuerwehr gemeldet und eigenständig abgearbeitet wurden.
Auch im Raum Schwarzhofen waren die Auswirkungen des Unwetters deutlich zu spüren. Dort wurden ebenfalls zahlreiche Einsatzstellen erfasst. Die Feuerwehr musste unter anderem ein beschädigtes Gebäude sichern, einen auf ein Hausdach gestürzten Baum beseitigen sowie umgestürzte Bäume auf einer Kreisstraße und im Bereich des örtlichen Sportplatzes abarbeiten. Auch das Feuerwehrgerätehaus in Schwarzhofen blieb nicht von den Auswirkungen verschont: Dort wurden Tore durch den Hagel beschädigt. Kreisbrandmeister Stefan Schmid, der selbst aus Schwarzhofen stammt, beschrieb das Geschehen als „sturzflutartig einsetzenden Hagel und Regen“. Innerhalb kürzester Zeit habe sich eine äußerst dynamische Lage entwickelt, die den Einsatz der örtlichen Feuerwehren erforderlich machte. Auch im Raum Teublitz waren mehrere Straßen durch umgestürzte Bäume oder größere Äste blockiert. „Die Fahrbahnen waren durch den Hagel teilweise wie schneebedeckt“, schilderte Christian Nosko, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Teublitz, die Situation. Im Bereich der Freizeiteinrichtung Höllohe waren ebenfalls Einsatzkräfte gefordert. Gleichzeitig blieb die Feuerwehr selbst nicht von den Auswirkungen des Unwetters verschont: Durch den Hagelschlag wurden Tore der Fahrzeughalle am Feuerwehrhaus beschädigt. Das Unwetter verdeutlichte erneut, unter welchen Bedingungen die ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden ihren Einsatz leisten. Viele von ihnen mussten zunächst am eigenen Wohnhaus Fenster und Türen schließen, Rollläden herunterlassen und ihr Hab und Gut notdürftig vor Hagel, Sturm und Starkregen schützen. Nur wenige Augenblicke später rückten sie aus, um anderen Menschen zu helfen, Gebäude zu sichern, Straßen freizuräumen und weitere Gefahren zu beseitigen. Während ihre eigenen Familien und Häuser dem Unwetter ausgesetzt waren, stellten sie sich in den Dienst der Allgemeinheit. „Solche lokalen Ereignisse fordern in einem ohnehin bereits sehr einsatzreichen Jahr unsere Feuerwehren erneut in besonderem Maße“, betonte Kreisbrandrat Christian Demleitner. Gerade bei kleinräumigen Unwetterlagen seien die Ortskenntnis, die schnelle Verfügbarkeit und das entschlossene Handeln der örtlichen Feuerwehren von entscheidender Bedeutung.
Die zahlreichen Einsatzstellen konnten durch die alarmierten Feuerwehren nach und nach abgearbeitet und bestehende Gefahren beseitigt werden. Die Kreisbrandinspektion Schwandorf dankt allen eingesetzten Feuerwehrdienstleistenden für ihren schnellen und professionellen Einsatz.