Vogelnachwuchs wird jetzt flügge- Tipps vom LBV im Landkreis Cham

Der erste Vogelnachwuchs des Jahres ist da und man hört es in Hecken, Bäumen oder Nistkästen zwitschern und tschilpen. Manch Jungvögel verlassen schon die Nester obwohl sie noch nicht richtig fliegen können. Manche von ihnen sitzen dann scheinbar hilflos auf Ästen oder in der Wiese. Muss man hier eingreifen? Nein, sagt der LBV , der Landesbund für Vogel- und Naturschutz im Landkreis Cham. In der Regel werden die Tiere weiter von den Eltern gefüttert und versorgt. Eingreifen sollte man nur, wenn ein Vogel durch Katzen oder Straßenverkehr unmittelbar gefährdet ist, dann kann man das Tier in direkter Nähe zum Fundort an einem geschützten Ort platzieren. Vögel nehmen ihre Jungtiere weiter an, auch wenn sie von Menschen berührt wurden. In Obhut nehmen darf man Wildvögel übrigens nur, wenn sie krank oder verletzt sind. Die Katzenbesitzer bittet der LBV im Landkreis Cham, ihre Tiere zumindest morgens und abends im Haus zu lassen, gerade wenn die Jungvögel in den Gärten unterwegs sind. Übrigens: mit dem ersten Nachwuchs des Jahres sind die Vogeleltern noch lang nicht fertig. Viele Vogelarten starten noch eine zweite und oft sogar noch dritte Brut.

© Junger Hausrotschwanz; Andreas Hartl