Telefonbetrüger sprechen jetzt auch russisch! Das Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg warnt aktuell vor dieser neuen Schockanruf-Betrugsmasche, nachdem es jetzt erste Opfer in der Region gegeben hat. Bei einer russisch-sprachigen Seniorin in Regensburg haben die Betrüger Anfang der Woche einen hohen fünf-stelligen Betrag erbeutet – nach einem Schockanruf auf Russisch hatte die Frau insgesamt drei Mal Geld an einen unbekannten Abholer übergeben. Auch bei einem deutsch-ukrainischen Ehepaar in Regensburg-Prüfening hatten die Betrüger Erfolg.
Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen. Legen Sie bei solchen Anrufen sofort auf und bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr!
Weitere Tipps der Polizei gegen Callcenter-Betrüger und falsche Polizisten:
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – auch nicht durch angebliche Polizisten oder andere Amtsträger.
- Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
- Vereinbaren Sie mit Ihren Angehörigen oder engen Vertrauten ein Codewort für Notfälle, welches bei einem zweifelhaften Gespräch abgefragt wird. Nur wenn dieses Codewort genannt wird, wissen Sie, dass der Hilferuf echt ist. Das Codewort sollte leicht zu merken, aber nicht zu leicht zu erraten sein (z.B. Wörter aus Situationen, die Sie beide verbinden und sonst niemand kennt).
- Rufen Sie niemals über die am Telefon angezeigte Nummer zurück!
- Übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte!
- Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Im Zweifel 110 wählen.
- Lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest Vorname und Adresse entfernen. Zum Löschen eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an Ihren Telefonanbieter. Ein Formular und Kontaktadressen finden Sie unter:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/