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Wanderfalken brüten im Nationalpark

Michael Göggelmann

Erfreuliche Nachrichten von der Falkenstein-Ostwand: „Unsere aktuellen Beobachtungen lassen darauf schließen, dass sich im Höllbachgespreng ein Wanderfalkenpaar zur Brut aufhält“, berichtet Jochen Linner, Naturschutzbeauftragter des Nationalparks Bayerischer Wald. „Anders als in den Vorjahren haben sich die Vögel dieses Jahr in einem Horst niedergelassen, der in unmittelbarer Nähe des Wanderwegs liegt.“

Daher muss die temporäre Sperrung des Wanderwegs durch das Höllbachgespreng vorerst aufrechterhalten werden. „Nur so haben die Falken die Chance auf eine erfolgreiche Brut“, erklärt Linner. Störungen durch Menschen sorgen schließlich dafür, dass die Elterntiere die Aufzucht der Jungtiere vernachlässigen, was meist zum Tod des Nachwuchses führt. „Wir bauen hier ganz stark auf das Verständnis unserer Besucher“, sagt der Nationalparkmitarbeiter.

Auf das Naturerlebnis Höllbachfälle muss dennoch niemand verzichten. Denn der Wanderweg dorthin ist frei zugänglich. Von den Wasserfällen aus führt bis maximal Ende Juni eine ausgeschilderte Umleitung auf dem Weg mit der Markierung Silberblatt über den Sulzschachten zum Gipfel. So bleibt ein direkter Aufstieg von Scheuereck zum Großen Falkenstein möglich.

 

Bildunterschrift:
Damit die Wanderfalken ungestört ihre Jungen aufziehen können, bleibt der Wanderweg direkt durchs Höllbachgespreng vorerst gesperrt. (Archivfoto: Michael Göggelmann) 

Meldung vom 09.05.2018 08:12 Uhr

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