Polizei zieht positive Bilanz zum Straubinger Gäubodenvolksfest 2026

Abschlusspressebericht der Polizei zum Gäubodenvolksfest 2026

original-Meldung der Polizei: STRAUBING. Das Gäubodenvolksfest 2026 ist beendet und die Polizeiinspektion Straubing zieht eine positive Bilanz.

Die Anzahl der Körperverletzungsdelikte ist am Festplatz und im näheren Umfeld im Vergleich zu den Vorjahren in etwa gleichgeblieben. So waren vor zwei Jahren 16 Delikte, 2025 17 Delikte und im Jahr 2026 19 Delikte zu verzeichnen. Insgesamt mussten vier gefährliche Körperverletzung polizeilich aufgenommen werden.

In der Innenstadt wurde ein Rückgang von 21 (2025) auf acht Körperverletzungen, davon eine gefährliche Körperverletzung, bilanziert (2024: 15 und zwei Fälle der gef. KV).

In 32 Fällen (2025: 29) konnten am Festplatz bzw. in dessen Umfeld Streitigkeiten durch die Beamten vor Ort unterbunden werden, bevor es zu strafbaren Handlungen kam; in der Innenstadt in 13 Fällen (2025: 15). Unterstützt wurden die Beamten hierbei durch die Videoüberwachung, wodurch Brennpunkte schnell erkannt und die Beamten gezielt herangeführt werden konnten.

Bei den Diebstahlsdelikten konnte am Festgelände und im Umfeld der positive Trend aus dem letzten Jahr beibehalten werden. Im Jahr 2025 wurden 19 Delikte in diesem Bereich aufgenommen, bislang wurden 20 Fälle zur Anzeige gebracht. Auffällig waren hier sechs Diebstähle aus Kraftfahrzeugen (Pkw-Aufbrüche). Im Vorjahr kam es zu keinen Diebstählen aus Kraftfahrzeugen (2024: vier). In der Innenstadt blieben die Diebstahlsdelikte mit sechs Fällen (2025: vier) auf niedrigem Niveau. Raubdelikte waren in diesem Jahr nicht zu verzeichnen (2025: zwei).

Das Phänomen „Gewalt gegen Polizeibeamte“ stabilisierte sich auf einem erfreulich niedrigen Wert bei insgesamt sechs Fällen (2025: sechs). Am Festplatz und Umgriff kam es zu drei Fällen (2025: sechs). Bei zwei Fällen handelte es sich um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, bei einem Fall um einen Tätlichen Angriff gegen Vollstreckungsbeamte und bei drei Fällen um Beleidigungen zum Nachteil eines Polizeibeamten. Glücklicherweise wurde keiner der beteiligten Beamten schwerer verletzt. Im Innenstadtbereich musste drei Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte verzeichnet werden. Im Vorjahr waren es hier zu keinen Vorfällen.

Im Bereich Sexualdelikte wurden am Festplatz bzw. im Umfeld fünf Fälle von sexueller Belästigung zur Anzeige gebracht. Im Vorjahr waren es drei Fälle von sexueller Belästigung (2024: zwei). In der Innenstadt kam es zu keiner sexuellen Belästigungen (2025: zwei).

Mit dem Bayerischen Cannabisfolgenbegrenzungsgesetz wurde der Konsum von Cannabis auf dem Volksfestgelände gesetzlich verboten. Waren es im Vorjahr noch drei Personen, die dagegen verstoßen hatten, gab es in diesem Jahr eine Beanstandung.

Dieses Jahr wurden am Festplatz und im Umfeld bislang sieben Sachbeschädigungen angezeigt (2025: drei).  In der Innenstadt wurden fünf Sachbeschädigungen (2025: einer, 2024: sieben) verzeichnet.

Insgesamt mussten im Zusammenhang mit dem Gäubodenvolksfest elf Personen von der Polizei in Gewahrsam genommen werden (2025: neun) und es wurden 63 polizeiliche Platzverweise ausgesprochen (2025: 86). Gegen sechs Personen wurde vor Beginn des Volksfestes in Absprache mit der Stadt Straubing ein Betretungsverbot erlassen.

Erneut wurden in diesem Jahr wieder viele Gegenstände als verloren bzw. gefunden gemeldet. Mit 118 Fund- bzw. Verlustanzeigen lag der Wert unter der Anzahl vom Jahr 2025 (143 Fälle). Alle nicht bei der Polizei abgeholten Gegenstände werden dem Fundamt der Stadt Straubing übergeben und können dort abgeholt werden.

Im Verkehrsbereich ist bei den Fahrten unter Alkoholeinfluss ein Anstieg von 31 auf 40 Delikte festzustellen. Drei Kraftfahrzeugführer standen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln (2025: fünf). Bedauerlicherweise kam es auch zu vier alkoholbedingten Verkehrsunfällen, überwiegend von betrunkenen Radfahrern. Die Polizeikräfte waren auch 2025 wieder verstärkt präventiv im Einsatz und konnten dadurch 32 Trunkenheitsfahrten vor Fahrtantritt unterbinden. (2025: 34, 2024: 36). Neben der dadurch erlangten Sicherheit konnten die Fahrer zudem vor empfindlichen Konsequenzen wie Führerscheinentzug, Fahrverboten oder Bußgeldern bewahrt werden.

Die Polizeiinspektion Straubing hatte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Nebenveranstaltungen zu betreuen, wie den „Festauszug“ am ersten Freitag, die Eröffnung am ersten Samstag, sowie die Lampionfahrt mit dem Niederfeuerwerk am ersten Montag und das Prachtfeuerwerk am letzten Festabend. Im Rahmen der jeweiligen Veranstaltungen kam es trotz der sehr hohen Besucherzahlen zu keinen erwähnenswerten polizeilichen Vorfällen und keinen außergewöhnlichen Verkehrsbehinderungen.

Das polizeiliche Konzept, insbesondere die sichtbare polizeiliche Präsenz am Festgelände und in der Innenstadt, unterstützt durch die Videoüberwachung, hat sich auch in diesem Jahr wieder bewährt. Tatkräftige Unterstützung erhielt die Polizeiinspektion Straubing durch eine Vielzahl von Unterstützungskräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Reiterstaffel, der Zentralen Einsatzdienste aus Niederbayern und der Oberpfalz, von Beamten der Verkehrspolizeiinspektionen Deggendorf, Passau und Landshut, sowie von Beamten des Polizeiverwaltungsamtes. Ebenfalls erfolgreich wurden dieses Jahr wieder Polizeidrohnen zur Aufklärung aus der Luft während des Auszuges sowie erstmalig auch bei der Lampionfahrt eingesetzt. Als tägliche Einsatzleiter waren zusätzlich zur Leitung der Polizeiinspektion Straubing weitere Führungskräfte der niederbayerischen Polizei eingesetzt.

„Der friedliche und aus polizeilicher Sicht sehr positive Verlauf des Gäubodenvolksfests 2026 ist auch ein Verdienst aller Besucherinnen und Besucher, die bis auf wenige Ausnahmen sehr verständnisvoll waren und trotz der großen Hitze den Kolleginnen und Kollegen die Arbeit leicht gemacht haben!“ dankte der Leiter der Polizeiinspektion Straubing, Polizeidirektor Josef Eckl.

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