Es hat sich sehr dramatisch angehört – wegen eines angeblichlichen, blutigen Messerangriffs unter Geschwistern hat die Polizei in Roding eine Wohnung gestürmt. Dort haben die Einsatzkräfte aber weder Menschen noch Spuren eines Gewaltverbrechens gefunden. Die Polizei vermutet eine absichtliche Falschmeldung und ermittelt wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen.
Eine Unbekannte hatte gestern Abend mehrfach bei der Polizei angerufen und um Hilfe gebeten. Demnach habe ihr Bruder ihre Schwester mit einem Messer schwer verletzt, die Frau liege blutend am Boden, während der Mann weiter auf sie einsteche. Zudem sei er mit einer Schreckschusspistole bewaffnet. Die Anruferin gab an, sich selber in einem Zimmer in der Wohnung in Roding verschanzt zu haben.
Wegen der brisanten Meldung schlugen die Beamten eine Scheibe ein und stürmten die Wohnung. Diese war jedoch leer, Hinweise auf die gemeldete Gewalttat fanden sie nicht. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass die für den Notruf verwendete Nummer manipuliert beziehungsweise missbräuchlich verwendet worden ist. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen.