Fit for Life: Urologie- mehr als nur Männermedizin

Alle Infos zum Informationstag „Prostata – Karzinom“ am 23.11. ab 9Uhr30 im CARITAS Krankenhaus Sankt Josef gibts hier.Urologen werden nach wie vor von einem Großteil der Bevölkerung auf Ärzte reduziert, die bei Männern die Prostata abtasten. 
In Wirklichkeit behandeln Urologen eine Vielzahl von Erkrankungen, die zum einen wegen ihrer Häufigkeit und der Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen, zum anderen wegen der Gefahr bei zu später Diagnosestellung von enormer Relevanz für Männer, Frauen und Kinder sind.

So gehört zur Urologie die Harninkontinenz von Mann und Frau, die schon bei jungen Frauen in der Schwangerschaft auftreten kann, bei etwa 50 % der über 80-Jährigen vorhanden ist und bei kompetenter Behandlung durch Urologen entweder medikamentös oder durch meist kleine operative Eingriffe geheilt werden kann. Diese meist einfache Therapie ist für viele Menschen segensreich, die sich wegen ihrer Inkontinenz zum Teil nicht mehr aus dem Haus trauen.

Nierensteine gehören zu den 10 häufigsten stationären Aufnahmegründen im Krankenhaus. Urologen sind in der Lage, die Steine praktisch immer ohne Schnittoperation durch Zertrümmerung von außen oder durch kleine flexible Endoskope zu behandeln.

Hodentumoren sind die häufigsten Tumoren des jungen Mannes unter 35. Rechtzeitig behandelt, kann praktisch jeder Hodentumor geheilt werden, unter Umständen auch in fortgeschrittenen Stadien, wie die Radsportlegende Lance Armstrong eindrucksvoll gezeigt hat.

Besonders wichtig ist die Urologie für die Erkennung und Therapie von Tumoren im Urogenitaltrakt, die 25 % der Tumoren des menschlichen Körpers ausmachen. An erster Stelle ist hier das Prostatakarzinom zu nennen, der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung unter zu Hilfenahme des PSA-Tests können Männer vom Karzinom bei völlig normaler Lebensqualität geheilt werden. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür sind die beiden Handball-Rekordnationalspieler Ulrich und Michael Roth, die jeweils durch die rechtzeitige radikale Entfernung der Prostata von ihrem Karzinom geheilt wurden und uns dankenswerterweise bei dieser Vorsorgeinitiative unterstützen.

Ganz wichtig ist die frühe Abklärung des Symptoms Blut im Urin als möglicher Hinweis auf einen Blasentumor. Nach wie vor sterben Frauen häufiger an einem bösartigen Blasentumor als Männer, weil Blut im Urin oft monatelang falsch interpretiert und mit einem gynäkologischen Befund in Zusammenhang gebracht wird. Auch hier tut Aufklärung Not. 

 

Alle Infos zum Informationstag „Prostata – Karzinom“ am 23.11. ab 9Uhr30 im CARITAS Krankenhaus Sankt Josef gibts hier. 

  

Urologie- Mehr als nur Männermedizin. 

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