Landkreis Cham gerüstet für Flüchtlinge – Speditionen stöhnen über Spritpreis – Drohungen gegen Amberger Lebensmittelhändler

An der Grenze in Furth im Wald kommen jeden Tag etwa 300 ukrainische Flüchtlinge an. Die Bundespolizei bringt sie ins Ankerzentrum nach Regensburg. Auch über andere Wege kommen Flüchtlinge an. Der Landkreis Cham ist vorbereitet, sagte heute Landrat Franz Löffler.


Aktuell wird mit 100.000 Flüchtlingen für Bayern gerechnet. Demnach müsste der Landkreis Cham etwa 1.000 aufnehmen.

Nicht zuletzt wegen der Ukraine-Krise kennen die Spritpreise in Deutschland nur eine Richtung: Steil nach oben. Pendler hier in Regensburg, Niederbayern und der Oberpfalz spüren das schmerzhaft im Geldbeutel. Noch massiver trifft es aber das Transportgewerbe, ärgert sich Klaus Schützmann von der Spedition Streit & Co in Obertraubling:


Schützmann fordert den Bund auf, die CO-2 und die Energiesteuer zu senken, andere Möglichkeiten zur Entlastung der Branche sieht der Spediteur derzeit nicht.

Wegen des Krieges liegen bei vielen Menschen – auch hier bei uns – die Nerven blank. Darunter müssen Unschuldige leiden. In Amberg ist der Eigentümer eines Lebensmittelmarktes mit Spezialitäten aus Osteuropa bedroht worden. Am Telefon wollte eine Frau wissen, ob er auch Lebensmittel aus Russland verkauft. Als der Mann das bejahte, drohte ihm die Frau, falls er die Produkte nicht aus dem Sortiment nimmt. Der Ladenbesitzer schaltete die Polizei ein, sie konnte eine 28 Jahre alte Polin aus Amberg als Anruferin ermitteln, sie wird angezeigt.

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