Zwar etwas Eintrübung, aber keine Panik

Gestern präsentierte sich das ostbayerische Handwerk als stabile Größe der Binnenwirtschaft. Heute kündigen die führenden Wirtschaftsforscher für ganz Deutschland einen harten Rückschlag an, und nun, exakt vor einigen Minuten, hat die Industrie- und Handelskammer ihren neuesten Konjunkturbericht auf den Punkt gebracht: Zwar erwarten die Unternehmer im Landkreis Kelheim und der Oberpfalz - nach einem starken Aufwind im letzten Jahr - durchaus eine Eintrübung - von Panik aber sind die Firmen in Ostbayern weit entfernt! Nicht mehr ganz zufrieden sind nach dieser Umfrage lediglich die kleinen Unternehmen mit einer Belegschaft unter 20 Mitarbeitern.

Hinsichtlich der Erwartungen der nächsten Monate erscheint ein Blick auf die Investitionspläne wichtig. Gegenüber der Frühjahrsbefragung wurden acht Prozent weniger Firmen ermittelt, die ihre Investitionstätigkeit noch steigern werden. Immerhin aber investieren fast ein Drittel der Unternehmen mehr als heute. Dabei liegt der Schwerpunkt durchaus am Standort Deutschland, hier handelt er sich vor allem um Ersatzbeschaffung, gefolgt von Asien, wo die Kapazitätserweiterung im Vordergrund steht.

Sorgen bereitet den ostbayerischen Unternehmen offenbar die Befürchtung, es könnte vor dem Hintergrund von Basel III zu einer Kreditverknappung kommen. Bei einer Exportquote von 49,7 Prozent ist die internationale Abhängigkeit zwar nicht zu leugnen - als eine regionale Wirtschaft im Sog einer strauchelnden Wirtschaft fühlt sich Ostbayern jedoch keineswegs, auch wenn die Wirtschaftsforscher das Ende des Aufschwungs verkündet haben.

Mo. 17. Okt., go


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