Potenzial des Arbeitsmarkts besser ausschöpfen
Das war heute die richtige Antwort auf die jedenfalls für den bayerischen Arbeitsmarkt katastrophale letzte Woche. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent quer über den gesamten Freistaat hinweg - der sogar bundesweit beste November seit 20 Jahren - wurde der richtige Kontrapunkt zu den Stellenabbau-Plänen bei E.ON, Siemens/Nokia und der Insolvenz von manroland gesetzt. Denn dass die Beschäftigung steigt, und sogar die Nachfrage nach Arbeitskräften, hängt zum einen von der immer noch guten Auftragslage ab. Aber auch davon, dass sich speziell die mittelständischen Betriebe selbst durch noch so große Aufgeregtheiten von seiten der Politik und der internationalen Konzerne nicht so schnell ins Bockshorn jagen lassen.
Jedenfalls hat die letzte Krise - man will uns ja bereits die nächste einreden - sehr eindrucksvoll gezeigt, wie sehr man durch eine vorausschauende Personalentwicklung selbst größte Einbrüche überstehen, und sogar gestärkt in den nächsten Aufschwung gehen kann. Vor diesem Hintergrund ist es sehr wichtig, langfristig die Potenziale des Arbeitsmarktes auszuschöpfen. Die Arbeitsagentur Regensburg hat deshalb heute die Arbeitgeber insbesondere auf die Fähigkeiten behinderter Menschen verwiesen, einen Bereich also, wo rund die Hälfte der Arbeitslosen über eine Ausbildung oder einen akademischen Abschluss verfügen. Aber auch die Kompetenz Älterer sollte genutzt, in der Region Neumarkt, Kelheim und Regensburg ist die Altersgruppe zwischen 50 und 65 Jahre immerhin mit fast 38 Prozent an der Gesamtzahl der Arbeitslosen beteiligt.
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