Lernatlas: Flaches Land besser als die Städte
Ob als Individuum, als einzelner also, oder aus dem Blickwinkel von Staaten oder Städten: Grundsätzlich sollten wir uns davor hüten, allzu selbstzufrieden die eigenen Leistungen herauszustellen! Wenn es aber darum geht, strukturelle Vorzüge zu präsentieren, auf denen unsere Erfolge letztlich basieren, dann ist es durchaus angebracht, sich nicht nur zu freuen, sondern sogar etwas stolz zu sein.
Heute war wieder so ein Tag, an dem die Bayern mit tatsächlich stolzgeschwellter Brust auftreten, ja sich zumindest etwas freuen konnten. Der von der Bertelsmann-Stiftung vorgestellte "Deutsche Lernatlas" weist für die Städte und Landkreise des Freistaats sehr gute Ergebnisse aus, sprich: Die Lernbedingungen im Süden der Bundesrepublik sind eindeutig besser als im Norden! Und in Bayern selbst: Hier schneidet das flache Land weit besser ab als die Städte!
Ostbayern wird dabei besonders hervorgehoben, gibt es hier sogar Regionen (etwa die Landkreise Regensburg und Cham bei den Kreisen unter 150 Einwohner je Quadratkilometer!), die als "hidden, also als heimliche Champions" gelten, weil sie trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, zu den besten Lernregionen zählen.
Gute Platzierungen in diesem Atlas schafften außerdem in der Rubrik zwischen 100 000 und 500 000 Einwohnern die Stadt Regensburg mit dem 9. Rang, aber auch die Städte Weiden, Passau, Amberg und Straubing können sich in ihrer Klasse sehen lassen. Gut platziert sind aber auch in der Kategorie ländlicher Raum der Landkreis Neumarkt sowie die Kreise Amberg-Sulzbach, Straubing, Tischenreuth und Schwandorf.
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