Hohe Erwartungen an Peter Ramsauer

Ob Christopher Sims und Thomas Sargent heute zu recht mit dem Wirtschafts-Nobelpreis geehrt worden sind, erscheint nicht nur deshalb umstritten, weil die beiden Wirtschaftswissenschaftler die Zahl der aus den USA stammenden Nobelpreisträger nun gar auf 54 von bis nur 69 Preisträgern erhöht haben. Vielmehr will vor allem das Thema, wofür Sims und Sargent den Nobelpreis erhalten, nicht so recht in diese Tage passen. Denn dass die für unsere Wirtschaftspolitik verantwortlichen Gremien, etwa die Nationalbanken, inzwischen bessere Prognosen erstellen, muss doch bezweifelt werden. Gerade dafür aber wurden Sims und Sargent heute ja gewürdigt.

Sehr ungewiss, also fraglich war am Wochenende auch, ob Peter Ramsauer, der Bundesverkehrsminister, seinen Posten als CSU-Vize werde erhalten können. Dass es ihm letztlich doch gelang, sich gegen Peter Gauweiler zu behaupten, dafür sollen angeblich vor allem auch seine ostbayerischen Parteifreunde mit Staatsministerin Emilia Müller an der Spitze gesorgt haben. Deshalb dürfte der Verkehrsminister in diesen Minuten sehr gelassen, vielleicht sogar dankbar in Neumarkt Station machen. Beim Treffpunkt Architektur der Kammer für Niederbayern und die Oberpfalz geht es heute freilich nicht um Parteipolitik, sondern um die nicht minder umstrittenen Fragen nachhaltiger Verkehrs- und Baupolitik. Und wie ein solches Konzept im ländlichen Raum umgesetzt werden muss. Die Erwartungen an Peter Ramsauer sind jedenfalls gewaltig. Und dies nicht nur in der Oberpfalz.

Mo. 10. Okt., go


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