Hohe Beratungskompetenz bei Sparda
Harmonie ist gut. Harmonisierung muss es nicht sein, klingt da doch schon lautlich ein gehöriges Maß an Aggressivität, an Zwang mit. Die Europäische Kommission, herkömmlich und in Kurzform "Brüssel" genannt, möchte zumeist nicht so lange warten, bis sich die Europäer allmählich angepasst haben, und neigen deshalb dazu, die Keule des Gesetzes zu schwingen. Neuestes Thema: Sparerschutz! Was kommt da auf uns zu?
Grundsätzlich ist Sparerschutz eine wirklich gute Idee. Und wenn sich die EU - speziell vor dem Hintergrund der aktuellen Finanz- und Bankenkrise - darüber Gedanken macht, dann kann dies nur richtig sein. Warum aber der Schutzwall in den einzelnen Staaten Europas grundsätzlich gleich sein muss, also in Deutschland mit ihren traditionell sehr effektiven freiwilligen Sicherungssystemen ebenso hoch wie in Ländern, die ihre Sparer bisher überhaupt noch nicht geschützt haben - ein solches Konzept ist nicht nachvollziehbar. Die einzelnen Mitgliedsstaaten zu zwingen, ihr bewährtes System abzubauen, kann wohl nicht sein. Gestern hat der zuständige Kommissar immerhin eingeräumt, dass die Deutschen an ihrem bewährten System festhalten dürfen. Der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, Stephan Götzl, hat deshalb recht, wenn er jetzt Alarm schlägt. Schließlich sind bei der Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken - ebenso wie bei den Sparkassen - die Ersparnisse privater Kunden seit langem in unbegrenzter Höhe geschützt.
Vor allem die Genossenschaftsbanken berufen sich ja auf Schulze-Delitzsch und Raiffeisen, also auf das Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe". Ist das heute tatsächlich noch spürbar? Und ob! Erst gestern wurde dies deutlich, als die Deutsche Zentralgenossenschaftsbank, also die DZ Bank, der Spardabank Regensburg (sie zählt ebenfalls zur "Familie") einen Preis überreichte, und zwar dafür, dass sie auf überdurchschnittliche Weise ihren Privatkunden zinsgünstige Förderkredite der bundesdeutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) anbietet und nicht nur an die eigenen Produkte denkt. Ein Grund unter anderen: Die Mitarbeiter der Sparda, die sich demnächst auch offiziell SpardaBank Ostbayern nennen wird, erhalten keine Provision. Sie legen deshalb auch mehr Wert auf ihre Beratungskompetenz. Die Volksbank Regensburg war letztes Jahr dafür ebenfalls ausgezeichnet worden.
Und noch einen Aspekt hält die Sparda Bank hoch: Die Kooperation von Wirtschaft und Bildung, sprich Schule. Heute Nachmittag wird man aus dem Budget der Spardabank-Stiftung und des Gewinnsparvereins nicht weniger als 16 500 Euro an diverse Projekte der Beruflichen Schulen in der Oberpfalz übergeben. Schließlich ist der Vorstandsvorsitzende Georg Thurner überzeugt davon, dass eine humane Welt nur entstehen könne, wenn ökologische, soziale und ökonomische Anforderungen gebündelt werden. Eine echte Herausforderung!
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