Feuer am Dach bei E.ON Energie
Ein Wechselbad der Gefühle erleben derzeit die Mitarbeiter des E.ON-Konzerns. Während bundesweit - so der erste Eindruck der heute stattgefundenen Betriebsversammlungen - mit 6000 Mitarbeitern offenbar doch weniger Stellen gestrichen werden wie ursprünglich geplant, war in München heute Feuer am Dach. Hier wird die Konzerntochter E.ON Energie aufgelöst, mit der Folge, dass bis zu 1500 von insgesamt 2500 Arbeitsplätzen wegfallen.
Viele der betroffenen E.ON-Mitarbeiter stammen noch aus der Bayernwerk-Ära, als dieses Staatsunternehmen den Energiesektor als wichtigen Teil der Infrastruktur betreute, ehe der Freistaat unter Ministerpräsident Edmund Stoiber in einer Privatisierungsaktion die E.ON-Anteile nach und nach verkaufte und sich dann wunderte, in Sachen Energiepolitik nicht mehr gefragt zu sein.
Die Enkelin des Düsseldorfer Konzerns, die E.ON Bayern AG mit Sitz in Regensburg, wird dagegen eher an Bedeutung gewinnen, was für alle operativen Teile des 80 000 Mitarbeiter umfassenden Konzerns gilt. Regensburg wird dies exakt am 16. Dezember auch nach außen hin dokumentieren, wenn an diesem Tage nicht weniger als 1050 Mitarbeiter von ihren bisher elf Standorten in ein Gebäude umziehen werden. Diese neue E.ON Bayern-Zentrale wurde für weit mehr als 70 Millionen Euro von der Investorengruppe der zur Sparkassen-Familie gehörenden REAL,I.S. in der Lilienthalstraße errichtet. Der Mietvertrag von E.ON Bayern läuft über 15 Jahre.
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