Erinnerung an die Erdgas-Station In Waidhaus

Die deutsche Kanzlerin erlebt derzeit zweifellos ein Wechselbad der Gefühle. Während Angela Merkel heute in Brüssel - genauer gesagt ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble - eine ziemliche Abfuhr von etlichen EU-Partnern erhielt, die sich gegen eine Steuer auf Finanztransaktion zur Wehr setzten - damit ist dieses Thema erst einmal vom Tisch - war ihr wenigstens in ihrer mecklenburgischen Heimat ein Erfolgserlebnis beschieden: Gemeinsam mit dem russischen Präsidenten war es ihr vergönnt, den Gashahn aufzudrehen! Erstmals fließt mit der Ostsee-Pipeline Nord Stream Gas aus Sibirien direkt von Russland nach Westeuropa. Wenn Ende nächsten Jahres ein zweiter Strang fertiggestellt sein wird, dann reicht die gelieferte Menge an Sibirien-Gas, um nicht weniger als 26 Millionen Haushalte zu versorgen.

Neben diesen Offshore-Projekten spielen seit Jahrzehnten auch die verschiedenen Überland-Pipelines eine wichtige Rolle. So kommt Gas aus dem Osten schon seit langem an der Grenze im oberpfälzischen Waidhaus an und erinnert an jene Zeit in den frühen siebziger Jahren, als die deutsch-sowjetischen Röhren-Erdgas-Geschäfte mit Mannesmann und der Deutschen Bank als Partner von hoher politischer Brisanz waren. Was übrigens die Nord Stream Pipeline aus Sicht etwa der Ukraine und Polens nicht minder ist.

Di. 08. Nov., go


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