Enge Kooperation von BMW und Toyota
Dass die drei Ratingagenturen Standard and Poors, Moodys und Fitch als die großen Drei der Branche mit ihren Benotungen derart für Furore, ja sogar für Schrecken sorgen - spricht zwar für das Geschäftsmodell dieser privaten Unternehmungen. Doch angesichts der verheerenden Wirkungen auf die Entwicklung einzelner Unternehmen und ganzer Volkswirtschaften stellt sich die grundsätzliche Frage, ob die hier angewandten Methoden überhaupt in der Lage sind, der Komplexität globalen Wirtschaftens gerecht zu werden - ganz abgesehen von den katastrophalen Rechenfehlern, die den Ratingagenturen zuletzt unterlaufen sind. Deutschland, Frankreich und Italien, also dem Herzen der Euro-Zone, für 2012 eine "milde Rezession" vorherzusagen, wie heute geschehen, und gleichzeitig für das zweite Halbjahr eine moderate Erholung zu erwarten - eine solche Prognose erscheint mehr als verzichtbar.
Zumal in diesem "Kaffeesatz" der Rating-Forscher nicht einmal die Spur unvorhergesehener Zusätze enthalten sind! Solche Veränderungen aber machen die Wirtschaft ja überhaupt erst zu dem, worum es hier letztlich geht - nämlich um Innovationen im Bereich von Produktion und Dienstleistung. Dazu gehört etwa auch, dass Unternehmen um den besten Weg ringen, und dies zum Beispiel auch gemeinsam, wie dies heute BMW und Toyota in puncto technischer Kooperation bekanntgegeben haben. Während BMW seine Kompetenz als Hersteller von Dieselmotoren einbringt - aus dem oberösterreichen Steyr übrigens - will man zusammen die Grundlagenforschung in der Batterietechnik vorantreiben.
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