Die Schuldenkrise stützt derzeit den Konsum

Die Schuldenkrise sowie die Art und Weise, wie die Europäer, ja eigentlich die gesamte Welt damit umgeht, hat Auswirkungen, die widersprüchlicher kaum sein könnten. Was auch immer morgen Abend von den Euro-Staaten beschlossen werden und zuvor vom Deutschen Bundestag der Kanzlerin mit auf den Weg nach Brüssel gegeben wird - zu einer internationalen Eintrübung des Konjunkturklimas ist es längst gekommen. Wie die Konsumforscher der GfK in Nürnberg ermittelt haben, schwindet sogar in Deutschland der Optimismus, während sich andere Länder bereits mitten in der Rezession befinden.

Solchen Konjunkturängsten zum Trotz - und das ist der Widerspruch - legte die Einkommenserwartung der Deutschen sogar zu, und auch die Anschaffungsneigung steigerte sich. Und vor allem die gegenwärtige Schuldenkrise, so paradox das sein mag, stützt den Konsum. Schließlich sind die Menschen in einer solchen Situation weniger geneigt, Geld auf die hohe Kante zu legen. Dies kommt - der Weltspartag lässt grüßen -auch in einer rückläufigen Sparneigung zum Ausdruck. Freilich: Noch sind die Deutschen beim Sparen vorbildlich - der Durchschnittsbürger spart doppelt so viel wie der Amerikaner!

Di. 25. Okt., go


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