Der Wettbewerb um die "besten Köpfe"
"Keiner darf verloren gehen", der Wettbewerb um die besten Köpfen ist in vollem Gange. Dementsprechend ist es auch nötig, auf die Qualität der Aus- und Fortbildung zu achten. Warum gilt dies besonders für Ostbayern?
Ganz einfach: In den nächsten beiden Jahrzehnten verliert die Oberpfalz (und Niederbayern ist keineswegs viel besser dran) zwar nicht so viele Menschen wie Ober- und Unterfranken (hier sind bis zu zehn Prozent!), aber das Minus von 3,1 Prozent bedeuten immerhin auch fast 40 000 Menschen, die dieser Region fehlen werden. Kommt noch hinzu, dass die Zahl der Alten steigen wird, während es Junge immer wenig geben dürfte. Schaut man in die einzelnen Regionen, dann werden die Aussichten noch schlechter, wie die Zahlen des Stadt- und Landkreises Regensburg das Bild der Oberpfalz ohnehin ziemlich verfälschen. Vor allem in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Cham und Tirschenreuth kommt es bei den unter 19Jährigen zu gravierenden Rückgängen. Hier wird der Anteil dieser Altersgruppe bis auf 15 Prozent absacken.
Und was kann dagegen getan werden? Nun, die Bevölkerungsentwicklung in den 90er Jahren setzte sich ja bekanntlich aus Geburtenüberschüssen und Zuwanderungsgewinnen zusammen. Inzwischen ging die Geburtenzahl zurück, erstmals 2008 wurden in der Oberpfalz aber auch mehr Fortzüge als Zuzüge registriert. Was tun? Die Schulen, von der Grund- bis zur Berufsschule, suchen die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, wie dies jetzt bei dem Modell der Spardabank-Stiftung mit der Schulabteilung der Bezirksregierung begonnen hat. Das Ziel von Abteilungsdirektor Richard Glombitza und des Sparda-Vorstandsvorsitzenden Georg Thurner: Über eine bessere Schule zu gut ausgebildeten Fachkräften!
Nicht anders aber auch die Intention der Hochschule Regensburg mit ihrem Dualen Studienprogramm. Dadurch kann ein Unternehmen die geeigneten Köpfe frühzeitig an sich binden, werden bei diesem Modell doch spezifische Praxisphasen im Betrieb mit einem vollwertigen Studium an der Hochschule kombiniert. Im kommenden Wintersemester werden doppelt so viele Studierende dieses Duale Studium beginnen wie noch vor einem Jahr. "Eine Investition, die sich rechnet," meint denn auch nicht nur Wolfgang Bock, der Vizepräsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften.
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