Commerzbank stellt auch "Dresdner" um

In dieser Woche passiert Historisches. Die Commerzbank hat bundesweit alle Filialen der Dresdner Bank auf eine gemeinsame Marke umgestellt. Aus Grün wird also Gelb. Und wie wirkt sich das in Ostbayern aus?

Nun, für uns in der Oberpfalz ist das neue Markenzeichen noch mit besonderen Erinnerungen verbunden. Schon die Dresdner Bank und die Commerzbank hatten hier durchaus bemerkenswerte Spuren hinterlassen. Die Bankenlandschaft in Ostbayern von heute hat nämlich durchaus etwas mit dem Scheitern der Schmidtbank im Jahre 2001 zu tun: Nach über 170 Jahren verschwand der Name "Schmídtbank"! Seit 2005 wurden die gerade im Nord- und ostbayerischen Raum sowie auch in Sachsen und Böhmen zahlreich vertretenen Niederlassungen in Commerzbank-Filialen umgewandelt. Auf dem Höhepunkt ihrer Erfolgswelle hatte die SchmidtBank nicht weniger als 125 Niederlassungen und 2000 Mitarbeiter.

Im Gelb einer Commerzbank-Filiale und seiner Mitarbeiter schlummert also durchaus eine Menge Blaues aus der Zeit der Bankiersfamilien Schmidt.

Nun aber, hat dieses Gelb auch das Grün der Dresdner Bank aufgesaugt.Welche Folgen hat dies für die Bankenlandschaft in Ostbayern? Ganz einfach, die Commerzbank ist hier mit 34 Standorten flächendeckend die führende Bank in der Region, von Neumarkt bis Lam und von Mitterteich bis Passau. Die Bank betreut nach eigenen Angaben mit ihren 400 Mitarbeitern 200 000 Privatkunden sowie 25 000 Freiberufler, Handwerker, Geschäftskunden und mittelständische Unternehmer.

Im übrigen legt man Wert auf die Feststellung, dass das neuen Markenzeichen Elemente beider Bankhäuser vereint, die Farbe der Commerzbank, also Gelb, und die Grafik der Dresdner. Die Region Regensburg mit ihren zehn Filialen in der gesamten mittleren Oberpfalz wird im Privatkundengeschäft von Mathias Haneder geleitet. Seit 15 Jahren betreut Erwin Bernhard die Firmenkunden, für vermögende Privatkundschaft, also Wealth Management, ist Dieter Knoll zuständig.

Die Commerzbank selbst gehört übrigens zu 25 Prozent plus eine Aktie Vater Staat oder besser gesagt, uns Steuerzahlern. Die Bank musste unter anderem deshalb Staatshilfe beantragen, weil sie gerade dabei war, die Dresdner Bank zu übernehmen. Kritiker werfen deshalb dem Staat vor, er habe diesen Deal quasi finanziert.

Mi. 28. Jul., go


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