BMW-Investitionsprogramm wird fortgesetzt

Das sind gute Nachrichten, mit denen die Wirtschaft in die Sommerferien gehen kann. Nehmen wir als Beispiel BMW am Standort Regensburg, dann wird deutlich, dass Konjunktur allein, also das Starren auf Absatzzahlen und Quartalsergebnisse, uns noch längst nicht weiterbringt. Worum geht’s wirklich?

Nun, letzten Endes muss ein Unternehmen sich langfristig gut aufstellen. Und dazu gehören Investitionen in die Standorte und in die Mitarbeiter. Heute Vormittag zum Beispiel hat das BMW-Werk Regensburg einen ersten Meilenstein seines im Herbst 2009 begonnenen Investitionsprogramms in Höhe von 300 Millionen Euro erreicht. Mit einem Erweiterungsbau in der Endmontage wird die Fertigung nicht nur effizienter, sondern auch Qualität und Zuverlässigkeit werden gewaltig zunehmen. Kurze Wege und die Bündelung von verschiedenen Prozessen dürften dafür sorgen, dass die Anlagen an der Herbert-Quandt-Allee bereits mit Blick auf künftige Fahrzeugmodelle ausgerichtet sind. Auch die Produktionsunterbrechung in den nächsten fünf Wochen wird dazu genutzt, etwa - wie uns Werkleiter Dr. Andreas Wendt heute früh erläuterte - den Karosseriebau zu erweitern oder auch neue Roboteranlagen zu errichten. Zur Rubrik "Zukunfts-Investition" gehört aber auch eine neue "Hochzeit". So nennen die BMW-Werker das Fügezentrum, dort also wo die Karosserie und der Motor zusammengefügt werden.

Apropos Werker! Auf die Mitarbeiter kommt es künftig sicherlich auch an, soll die Erfolgsgeschichte des BMW-Werks fortgesetzt werden. Und ob! Erst am Samstag wurde dies wieder deutlich, als BMW und auch andere Unternehmen zu einem Informationstag zur Berufsausbildung eingeladen hatten - und eine große Zahl von interessierten Jugendlichen offenbar voller Elan diesem Angebot folgten. Die gute Stimmung nahm noch zu, als Ausbildungsleiter Alfred Parzl bekanntgab, dass BMW Regensburg ihren derzeitigen Azubis die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis anbieten wird. Unabhängig vom Auf und Ab der Konjunktur müssen die Unternehmen freilich auch was tun.

Die Folgen des demographischen Wandels sind schon jetzt überdeutlich. Bei BMW in Regensburg kann man das auch in Zahlen fassen: Früher balgten sich oft 3500 Kandidaten um 50 Lehrstellen - derzeit bewerben sich 800 junge Leute um 80 Plätze. Bedauerlich sei dabei, dass der Anteil der Mädchen wieder zurückzugehen scheint. Also traut Euch, Mädels!

Mo. 26. Jul., go


Aktuelle Kommentare von Gerd Otto: