BMW erlebt ein Festival der Spickzettel

Dieser Festakt "25 Jahre BMW" wird den Regensburgern in Erinnerung bleiben als ein Treffen mit überraschend eingestreuten Neuigkeiten, deren Wert freilich heute noch keineswegs feststeht. Werkleiter Dr. Andreas Wendt hatte es da noch am leichtesten. An seiner ihm im letzten Augenblick zugeschobenen Meldung, dass BMW wieder mal mit dem "Goldenen Lenkrad" ausgezeichnet wurde, dürfte nichts ändern. Da wollte auch Regensburgs Oberbürgermeister Hans Schaidinger nicht zurückstecken und zog einen Zettel heraus, wonach BMW rund 68 Millionen Euro an Gewerbesteuer-Vorauszahlung für Anfang 2012 angekündigt habe. Dies verbesserte umgehend auch die Laune des Ministerpräsidenten, der in der kommenden Woche mit den bayerischen Kommunen um die Verteilung der Steuereinnahmen ringen muss. "Gut, dass ich das jetzt weiß," so Horst Seehofer augenzwinkernd an die Adresse von OB Schaidinger, und hatte freilich auch selbst ein Zuckerl parat: Regensburg hat offenbar gute Chancen, das "Haus der Geschichte" zu bekommen.

Viel wichtiger als diese Momentaufnahmen in Herbst 2011 ist die Erkenntnis, wie sehr sich die Lage Bayerns verändert hat. Beim Start des BMW-Werkes vor 25 Jahren gehörte der Freistaat noch zu den ärmeren deutschen Ländern und war Kostgänger der anderen. Heute zahlt Bayern fast 50 Prozent in den gemeinsamen Topf des Finanzausgleichs ein. Die Konsequenz: Nur durch Innovation gewinnen wir die Zukunft - Beispiel: BMW in Ostbayern!

Mo. 14. Nov., go


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