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Im Charivari Frühstücksradio: Schluss mit Gewittermythen – so schützen Sie sich wirklich gegen Blitz und Donner

pixabay

In den letzten Tagen sind über unsere Region teils heftige Gewitter hinweggezogen.
Man bekommt das Gefühl, dass es immer mehr Gewitter werden, die uns im Jahr heimsuchen.

Dazu haben wir im Charivari Frühstücksradio mit Klima- und Gewitterforscher Klaus Heine gesprochen, ehemaliger Professor an der Uni Regensburg. Er sagt, dass die Gewitter tatsächlich mehr werden:
„Wenn die Klimaentwicklung der letzten 150 Jahre berücksichtigt wird, stellen wir fest, dass es wärmer geworden ist - global möglicherweise um 1 Grad Celsius. Das verteilt sich ein bisschen unterschiedlich auf die Region, aber auch gerade bei uns hier in Mitteleuropa und in Süddeutschland ist es ja merklich wärmer geworden. Mit der Erwärmung kommt natürlich auch die Möglichkeit  vermehrter und stärkerer Gewittertätigkeit, wie wir das ja auch in den letzten Tagen erfahren haben.“

Auch wenn es heuer schon so oft gewittert hat, heißt das nicht automatisch, dass es auch ein Gewitter-Sommer wird. Das lässt sich erst im Nachhinein feststellen. Professor Heine sagt aber auch, dass der Eindruck oft täuscht und wir nur deshalb denken, dass es mehr Gewitter gibt, weil wir immer öfter davon hören. Das liegt unter anderem auch daran, dass wir – sei es über soziale Netzwerke – jederzeit von Unwettern auf der ganzen Welt erfahren, was uns dann emotional beschäftigt.

Sollte ich mal von einem Gewitter überrascht werden, wie kann ich mich am besten vor Blitzen schützen?
Sie kennen bestimmt den schönen Satz: Eichen sollst du weichen und Buchen sollst du suchen. Das ist aber leider Blödsinn! Sie sollten alle Bäume meiden. Wobei es tief im Wald sicherer ist als am Waldrand. Leider gibt es im Freien keinen zuverlässigen Schutz vor Blitzen. Sollten Sie aber draußen beim Spazierengehen von einem Gewitter überrascht werden, suchen Sie Schluchten, Gruben oder Senken. Ein freies Feld ist ganz schlecht, weil sich der Blitz immer den höchsten Punkt sucht, in dem Fall Sie. Am sichersten sind sie immer in einem Haus oder im Auto. Das sind sogenannte faradaysche Käfige, die den Blitz sofort in den Boden ableiten.
Vorsicht aber bei einem Cabrio mit Stoffverdeck. Selbst wenn dieses geschlossen ist, würden Sie einen Blitzeinschlag nicht überleben. Wichtig außerdem beim Auto: Sie sollten während des Gewitters nicht fahren. Denn ein Blitzschlag könnte die Elektronik des Autos beschädigen.

 

Meldung vom 02.08.2017 12:33 Uhr

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