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"Fit For Life! Der Charivari Praxistipp" - Palliativmedizin

Ein Leben ohne Angst und ohne Schmerzen zu ermöglichen, auch wenn eine Krankheit nicht mehr heilbar ist, das ist das große Ziel der so genannten Palliativmedizin. Es geht dabei immer um bestmögliche Lebensqualität, sagt Dr. Michael Rechenmacher, Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin III und Leiter des Bereichs Palliativmedizin an der Uniklinik Regensburg.

Immer wieder ist für ihn überraschend wie wenig die Patienten und ihre Angehörigen über diese Medizin wissen. Dabei sei sie so wichtig und für viele eine große Hilfe. Was ist und was kann Palliativmedizin?

Unser Gast: Dr. Michael Rechenmacher, Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin III und Leiter des Bereichs Palliativmedizin an der Uniklinik Regensburg

FIT FOR LIFE – Topmediziner unserer Region zu Gast bei Harry Landauer - Immer am Samstag von 11 bis 12 Uhr.

Was ist das?

Was macht Palliativmedizin?

Ein Team an mehreren Orten

Das Angebot

Hintergrundwissen

• Was heißt Palliativmedizin eigentlich genau? Wird diese wirklich nur bei unheilbaren Krankheiten im Endstadium eingesetzt? Bei welchen Patienten kommt Palliativmedizin zum Einsatz?

Palliativmedizin will für alle Menschen mit einer lebenslimitierenden Erkrankung eine bestmögliche Lebensqualität erreichen - trotz der Auswirkungen der schweren Erkrankung. Dabei geht es nicht, wie immer noch weit verbreitet vermutet wird, nur um die Begleitung Sterbender. Auch und gerade in der Phase der weit fortgeschrittenen Erkrankung soll ein möglichst selbstbestimmtes Leben das Ziel sein. Palliativmedizin ist dabei nicht ein Therapieverfahren, sondern ein ganzes Bündel an Maßnahmen, die helfen sollen, die genannten Ziele zu verwirklichen. Welche davon vom Patienten in Anspruch genommen werden wollen, bleibt dabei immer die Entscheidung des Patienten - seine individuellen Präferenzen stehen stets im Fokus. Im Optimalfall sind alle Hilfen und Angebote so miteinander vernetzt, dass es für den Patienten eine Behandlung wie aus einer Hand darstellt.

• In welcher Phase der Therapie wird im UKR auf Palliativmedizin zurückgegriffen? Was ist das Ziel und welche Verfahren stehen der Palliativmedizin zur Verfügung?

Am UKR wird in jeder Phase einer unheilbaren Erkrankung palliativmedizinisch begleitet. Entscheidend ist aber nicht primär, wie weit eine Erkrankung fortgeschritten ist, sondern wie groß der Bedarf an unterstützenden und begleitenden Angeboten ist. Das kann sich im Verlauf einer Erkrankung auch immer wieder ändern. Palliativmedizin ist dabei nicht nur als reine Schmerztherapie zu verstehen, wenngleich Schmerzen, insbesondere bei Tumorpatienten, ein häufig behandeltes Symptom darstellen. Es geht aber um eine ganzheitliche Behandlung des Patienten und seiner Angehörigen. Zunächst versucht man die körperlichen Beschwerden (wie z.B. Schmerzen, Atemnot, Übelkeit) optimal zu behandeln. Darüber hinaus kümmert man sich auch um die mitunter zahlreichen sozialen, spirituellen und psychischen Nöte und Belastungen.

Am UKR steht dafür ein spezialisiertes Palliativteam zur Verfügung, das Patienten und ihre Angehörige in allen Phasen der Erkrankung betreut: zusammen mit dem Kollegen auf der jeweiligen Station, in der Fachambulanz, in der palliativmedizinischen Ambulanz oder zusammen mit den Hausärzten auch zuhause - Palliativmedizin kommt dorthin, wo sich der Patient befindet und sie benötigt.

• Was passiert nach dem stationären Krankenhausaufenthalt? Kann ein Patient auch zuhause palliativmedizinisch versorgt werden?

Viele Menschen wollen ihre Zeit, auch wenn eine schwere Erkrankung fortschreitet, möglichst lange zu Hause verbringen. Und die allermeisten wünschen sich auch, dort zu sterben. Eine der Versorgungsoptionen, die das UKR anbietet, ist die häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen mit dem Ziel, die skizzierten Behandlungsziele bestmöglich zu erreichen.

• Braucht man als Arzt oder Pflegekraft eine spezielle Ausbildung, um Palliativmedizin anbieten zu können?

Palliativmedizin kann (und muss heute) jeder Arzt und jede Pflegekraft erlernen. Die Grundlagen palliativmedizinischer Versorgung sollten zunehmend integraler Bestandteil einer jeden Versorgung schwerstkranker Menschen sein. Immer wenn es knifflig(er) wird, stehen heute Palliativteams zur Verfügung, die sich speziell auf dem Gebiet der Palliativmedizin weitergebildet haben und diese Form der Versorgung hauptberuflich ausüben. So kann sichergestellt werden, dass heute nahezu immer auch in sehr komplexen und schweren Situationen eine optimale Symptomkontrolle erreicht werden kann und Patienten, trotz einer schweren Erkrankung, nicht leiden müssen.

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