Kochen mit Obendorfer

Morcheln

(pfk) Der Frühling kommt! Jetzt kann man auch endlich wieder im Wald ausgedehnt spazieren und sich auf die Suche nach Pilzen machen. Unserer Radiokoch Hubert Obendorfer empfiehlt uns diese Woche einen Pilz, der eine wahre Delikatesse ist: Die Morchel.

Den wabenartigen, 4-12 cm großen Pilz gibt es in zwei Arten. Da wäre die Spitzmorcheln und die runde Speisemorchel. Als fleißiger Pilzsammler müssen Sie sich beeilen, denn die Feinschmeckerpilze wachsen nur von April bis Anfang Juni.

Wenn Sie von der erfolgreichen Suche nach Morcheln aus dem Wald zurück sind, weichen Sie diese am besten für 6-8 Stunden in Wasser ein. Danach einfach den Stil abschneiden und nur den so genannten „Hut“ verwenden. Der Stil ist zwar nicht giftig, aber er ist zäh wie Kaugummi. Unserer Radiokoch rät: Einfach den Hut in der Pfanne mit Butter und Charlotten anbraten und als besonderes Schmankerl noch mit Madeira-Wein ablöschen.

Die fertig gebratenen Morcheln kann man dann zu sehr vielen Gerichten servieren. Ganz besonders lecker ist ein Kalbsfilet mit Nudeln und Morchelsauce. Aber auch zum deftigen Rindersteak passen Morchel als Gemüsebeilage perfekt. Das vielseitige Gemüse kommt auch in einem Gericht vor, dass uns allen ein Begriff ist, nämlich im „Leipziger Allerlei“. Neben Flusskrebsen, Erbsen und Spargelspitzen findet man in der Leipziger Spezialität auch Morcheln.

Apropos Erbsen. Ein gebratener Fisch mit Rahmerbsen und Morcheln findet Hubert Obendorfer ganz besonders lecker.

Wenn Sie dann nach einem schönen Abendessen noch Morcheln übrig haben, dann schmeißen Sie diese nicht gleich weg. Man kann sie getrost ein bis zwei Tage auf einem Teller oder einem Blech im Kühlschrank aufbewahren und sie dann wieder verwenden.

Nächste Woche geht’s um Spargel und die Frage: Was ist daran so gesund?

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