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Die Paella ist ein Höhepunkt spanischer
Kochkunst. Es braucht dazu: spanischen Reis,
eine möglichst schwere flache Henkelpfanne –am
besten aus geschmiedetem Eisen- und eine kräftige,
gehaltvolle Brühe. Was sonst noch mit in
die Paella-Pfanne kommt –je nach Jahreszeit
mehr oder weniger üppig –bleibt ganz
dem eigenen Geschmack überlassen.
Speck, weiße Bohnen, Schweinefleisch oder
Scheiben der pikanten chorizo, der spanischen
Kochwurst, empfehlen sich für kalte Tage.
Eine Paella, die neben Reis ausschließlich
verschiedene Gemüsesorten enthält,
ist ein ideales Sommergericht. Ganz besonders
beliebt sind Paellas mit Fisch und Meeresfrüchten.
Und gerade diese kommen in der "zona de arroces" –der
Gegend der Reisgerichte um Valencia und entlang
des Ebrodeltas –täglich fangfrisch
auf den Markt.
Ursprünglich wurde die Paella über
offenem Feuer gegart, und auch heute noch hat
diese Art der Zubereitung –traditionell übrigens
reine Männersache –ihren Reiz. Nur
so bildet sich nämlich die "socarrado",
eine leckere goldbraune Kruste am Boden der Pfanne –von
allen heiß begehrt. Doch einfacher geht's
freilich auf dem Herd, wo die Paella so lange
gegart wird, bis der Reis "trocken" ist.
Wie auch immer –feste Regeln gibt es bei
der bunten Reispfanne weder für die Zubereitung
noch für die Zutaten. Dafür sind die
unzähligen regionalen Abwandlungen der beste
Beweis: Jede Paella hat eine andere, ihr eigene
Beschaffenheit und überrascht durch ihren
speziellen Geschmack jedes Mal aufs neue.
Nun, obwohl spanischer Rundkornreis aussieht
wie italienischer und auch die Zubereitung von
Paella auf den ersten Blick ähnlich wie
beim Risotto zu sein scheint, hat erstere mit
letzterem doch wenig gemein. Die Reiskörner
der Paella sollen keinesfalls sämig zusammengehalten – das
wäre ganz und gar unerwünscht. Die
zugegebene Flüssigkeitsmenge muss daher
so bemessen sein, dass der Reis sie gerade aufnimmt.
Die Grundregel: etwa zweimal soviel Flüssigkeit
wie Reis. Am Ende soll der Reis "trocken" und
körnig sein. Nach dem Anschwitzen der Körner
rührt man die Paella deshalb auch nicht
mehr um. Gelegentlich wird die Paella auf dem
Herd nur vorgekocht und dann im Ofen fertiggegart.
Immer jedoch sollte der Reis nach Ende der Kochzeit
in der mit Alufolie abgedeckten Pfanne noch etwas
nachziehen.
berühmtes spanisches Reisgericht aus Valencia,
bereitet aus Hähnchenfleisch, rohem Schinken,
Paprikaschoten, Tomaten, Artischocken, grünen
Erbsen, Muscheln, Krabbenschwänzen und Reis,
gewürzt mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Safran,
Petersilie usw.
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