Home Home
Home
Charivari am Morgen
Sendungen
Nachrichten
Wetter
Sport
Team
Konzerte
Service
Interaktiv
Fotos
Gästebuch
Chat
Club
Kontakt
Sozial
 
 
 
 
 
 
 

Mehl

Definition:
Im engeren Sinne bezeichnet Mehl das durch Mahlen von Getreidekörnern entstehende Pulver. Gewonnen wird das Mehl aus folgenden Getreidesorten: Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer, Gerste, Hirse, Mais und Reis. Backfähige Getreidesorten sind allerdings nur Weizen, Dinkel und Roggen (Brotgetreide). Andere pulverförmige Produkte wie zum Beispiel Fischmehl wird ebenso als Mehl bezeichnet.

Herstellung:
Das Mehl entsteht, wenn die Getreidekörner zwischen Mahlwalzen im Walzenstuhl einer Mühlezerkleiunert werden. Früher geschah das mit Mühlsteinen. Nach jeder Zerkleinerung folgt eine Siebung und Sichtung im Plansichter, um die Partikelgrößen, die verschieden groß sind, zu trennen. Alle Partikel die kleiner als 180 Mikron sind, werden gleich als Mehl abgezogen. Grießewerden einer Grießputzmacschine zugeführt; Schrote werden nocheinmal auf einen Walzenstuhl geleitet.

Das Getreide kann unterschiedlich fein gemahlen werden. Je nach der Produktführung fallen außer dem Mahl unterschiedliche Mengen an Grieß, Dunst und Schrot an (Kuppelproduktion). Wenn Mehle und Schrote durchgemahlen werden und vorher kein Mehl rausgezogen wird, entstehen Vollkornmahle- und schrote. Vom Mahlgrad abhängig ist auch der Nährstoffgehalt.

Zusammensetzung:
Je höher der Ausmahlungsgrad des Mehles, umso dunkler und reicher an Vitaminen, vor allem an B-Vitaminen, und Mineralstoffen ist es, da ein hoher Anteil an Schale mitgemahlen wird, der sogenannten Kleie. Mehl mit einem niedrigen Ausmahlungsgrad ist heller und reich an Stärke, die im gemahlenen Getreidekern enthalten ist. Mehl besteht vor allem aus Kohlenhydraten und Proteinen – beim Weizen der so genannte Kleber Gluten. Außerdem aus unverdaulichen Ballaststoffen, wie Cellulose und in etwa aus 15% Wasser.

Die typische Partikelgröße von Mehl liegt unter 180 Mikron. Im Zusammenhang mit dem Ausmahlungsgrad spricht man auch von Auszugsmehlund ordnet die Helligkeit der verschiedenen Mehlsorten so genannten Type zu.

Mehltypisierung:
Typisierung in Deutschland nach DIN
Durch die Bestimmung des Mineralstoffgehaltes ermittelt man die Type bzw. Helligkeit. Niedrige Mehl-Typen wie 405 sind sehr hell und gering an Mineralstoffen; Typen wie 1800 sehr dunkel und reich an Mineralstoffen. Die Typenzahl bezeichnet hierbei den Mineralstoffgehalt in Gramm pro 100 kg Mehl – wasserfrei. Hierzu wird eine geringe Menge an Mehl unter Laborbedingungen bei 900 °C im Muffelofen verbrannt. Die nichtbrennbaren, verbleibenden Bestandteile entsprechen im wesentlichen der Mineralstoffmenge des Mehles. Diese Bestandteile werden deshalb auch fälschlicherweise als "Aschegehalt des Mehls" bezeichnet.

Zusatzstoffe (Mehlbehandlungsmittel):
Deklaration
Bei Fertigpackungen die an den Endverbraucher gehen, muss die Mehlbehandlung in der Zutatenliste deklariert werden, mit Ausnahme von Enzymen.

Beispiel Weizenmehl
Liste der Zutaten: * Weizen
* Mehlbehandlungsmittel: L-Ascorbinsäure

Nach dem deutschen Lebensmittelrecht ist eine chemische Konservierung oder das Bleichen bzw. Einfärben nicht erlaubt.

Ascorbinsäure:
Oftmals wird Weizenmehlen Vitamin C (Ascorbinsäure/E 300) zugesetzt. Dies ist ein technologischer Grund, da die Säure die Klebestruktur festigt und für bessere Backergebnisse sorgt. Ascorbinsäure wirkt aber auch als Konservierungsmittel. Als Antioxidans bindet es den Sauerstoff im Mehlund wirkt dem durch Sauerstoff unterstützen Abbau der im Mehl enthaltenen Fettsäuren entgegen. Diese stammen aus dem Keimling. Da die Ascorbinsäure nicht hitzebeständig ist, wird sie während des Backprozesses vollständig zerstört. Ohne die Säure wäre das Mehl nur begrenzt haltbar und lagerfähig.

Amylasen:
Biotechnologisch hergestellte Amylasen (aus Bakterien- bzw. Schimmelpilzkulturen) werden als Behandlungsmittel für Mehl eingesetzt, wenn es arm an stärkeabbauenden Enzymen ist. Dadurch wäre auch die Gasbildefähigkeit beim Backen zu gering ausgeprägt. Durch die Amylasen entstehen vergärbare Einzel- und Doppelzucker, die bei der Gare durch Backhefepilze in Ethanol und Kohlendioxid umgewandelt werden und somit den Teig aufgehen lassen. Außerdem erhalten die Gebäcke nach der Behandlung eine bessere Bräunung.

Proteinasen:
Sie werden als Mehlbehandlungsmittel eingesetzt, wenn die Klebestruktur eines Weizenmehls zu straff ist und das Klebergerüst ein ausreichendes Aufgehen des Teiges verhindert. Die ursprüngliche Anwendung kam aus den USA , wo es bei traditionell sehr starken Klebern schwierig ist, Hartkeks- oder Crackermehle herzustellen. Die Proteinasen sorgen dafür, dass der Kleber weicher und elastischer wird, da sie die Aminosäureketten des Klebers spalten. Außerdem spalten sie endständige –NH²-Gruppen ab, was die Aromabildung im Gebäck verbessert.

Backtechnisch wirksame Aminosäuren

  • Mit Cystein behandelte Mehle wirken funktionell ähnlich wie mit Proteinasen behandelte. Die Teige aus diesem hergestellten Mehl erweichen im Vergleich zum nicht behandelten Referenzteig.
  • Mit Cystin behandelte Mehle wirken von der Tendenz her wie Ascorbinsäure behandelte. Die aus diesem Mehl hergestellten Teige sind straffer als Referenzteige mit unbehandeltem Mehl.

Verwendung:
Mehl wird als Basis von Teigen zur Herstellung von Back- und Teigwaren verwendet. Bei äußerst dunklen Gebäcken wird dem Teig unter anderem geröstetes Malz zugesetzt.Die teilweise schwarz-braune Farbe des Gebäcks kann hierbei nicht von der weit weniger dunklen Ursprungsfarbe des Mehles herrühren.

Zur Bestimmung der anderen Zutaten dient dem Bäcker als rechnerische Basis die Mehlmenge in einem Teig. Man spricht hier von „Ausbeuten“. Die Mehlmenge wird immer als Bezugsgröße von 100% herangezogen. Je nach zugegebener Wassermenge ist die Teigausbeute bei verschiedenen Backwaren unterschiedlich.

In Deutschland ist in der traditionellen Küche die Mahlschwitze bekannt. Dabei wird das Mehl zusammen mit Fett in der Pfanne angeröstet und bekommt somit die typisch braune Farbe.

Lagerung:
Mehl wird sachgerecht bei unter 20 °C und einer Luftfeuchtigkeit unter 65% gelagert. Unter diesen Bedingungen sind helle Mehle etwa 1 Jahr bis 1 ½ Jahre lagerbar. Dunklere Mehle halten in etwa sechs bis acht Monate und Vollkornprodukte etwa sechs bis acht Wochen ohne Qualitätsverlust lagerbar. Der Abbau von Fettsäuren, aus dem Keimling und den Schalen, setzt vor allem nach längerer Lagerdauer ein und das Mehl wird ranzig.
Wenn Mehl dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt wird, zersetzen sich die Farbstoffe im Mehl sehr schenll und das Mehl beginnt auszubleichen.

 
Heute Fr. Sa.
Teils sonnig, teils bewölkt
Teils sonnig, teils bewölkt
sonnig
22 - 26° 22 - 26° 23 - 27°

Das Wetter tagesaktuell als Video-Podcast:

Wetter Podcast

 
Neue Nachricht im Gästebuch von " Andy " aus Regensburg um 13:34 Uhr :
Hallo Gritti / Du hast voll recht / / das ist der Subirge der das Wetter so schl...
 
< zum Chat >
Neue Freunde finden Sie jetzt hier im Charivari Chat!
Viel Spaß!
 
< zum Spiel >
Spaß, Geschick und Strategie: entspannen Sie sich bei einem Charivari Online-Spiel!
 
Seite als Lesezeichen speichernKontaktHörer-ClubPresseWerbung
HaftungsausschlußAnfahrtFUNKHAUS Regensburg Impressum